Ein Plädoyer fürs Nichtstun (aus yogischer Sicht)

Wann hast du das letzte Mal gar nichts getan? Nein, ich rede nicht von Fernsehen, chatten, lesen etc. Ich meine wirklich nichts. Lange her oder keine Ahnung - dann bist du in guter Gesellschaft (aus der auch ich mich nicht ganz ausschließen kann).

Wir leben in einer Welt der Hektik, der Dauerbeschallung durch Smartphone, Werbung und andere äußere Einflüsse. Unser Gehirn nimmst ständig auf und auf, unser Kopf wird voller und voller. Die Gedanken kreisen, wir sind angespannt und müde oder sogar schon ausgebrannt.

Du kannst dir deinen Geist in solchen Momenten wie einen Krug vorstellen, der bis obenhin voll ist oder kurz vorm überlaufen. Und was tun wir dann? Wir lenken uns ab und der Krug läuft über. Wir hetzen nach einem stressigen Tag im Job noch zum Sport (ja auch Yoga zählt dazu). Powern dort weiter oder lenken uns mit Fernsehen oder Essen ab. 

Aber wie bekomme ich den Krug leer? Es ist so simpel, dass du wahrscheinlich den Kopf schüttelst und sagst dafür hast du keine Zeit. Die Rede ist von Meditation. Von Sitzen und atmen. 3 Minuten am Tag. Mehr, wenn du mehr Zeit und Lust hast. Aber was wirklich zählt ist nicht die Dauer, sondern wie bewusst und regelmäßig du es machst. Such dir eine bequeme Sitzposition, richte dich auf und lenke die gesamte Aufmerksamkeit zu deiner Atmung. Spür wie dein Bauch sich hebt und senkt. Und akzeptiere, dass dann Gedanken kommen. Lass sie zu, aber lass sie auch wieder gehen. Nimm jede Störung an und sieh sie als Übung, um dich durch sie noch mehr zu entspannen. Und spür wie dein Krug mit jedem Atemzug leerer wird.

Ich empfehle die Meditation im Sitzen, da du dabei nicht einschlafen kannst. Solltest du erst mal lieber im Liegen üben, dann gibt es eine App (Meditation Timer), die dich mit einem zarten Gong nach deiner vorgegeben Zeit wieder weckt, falls du doch einschlummerst. 

Ich wünsche euch entspanntes Üben und freue mich über Eure Rückmeldungen!

Namasté

Katja

Katja DienerComment